Antwort auf den offenen Brief der LHG an die Geschäftsführung des Studentenwerks Frankfurt 12/11/2011
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Vor wenigen Tagen hat sich die Liberale Hochschulgruppe (LHG) mit einen offenen Brief an den Geschäftsführer, Herrn Zürndorf, des Frankfurter Studentenwerks gewandt. Die von uns gefragten Punkte wurden von Herrn Zürndorf alle beantwortet und wir bedanken uns sehr für seine Antwort.
Die Antwort im Wortlaut:
“Sehr geehrter Herr Kluitmann,
herzlichen Dank für Ihr Schreiben und Ihr Interesse an mehr Wohnraum für Studierende in Frankfurt an Main.
Neben den genannten Häusern konnten wir im Jahr 2007 und 2008 auf dem Campus Niederrad und in Rüsselsheim rund 200 Plätze schaffen und derzeit sichern wir mit der Sanierung der Häuser Ginnheimer Landstraße 40 weitere 730 Plätze.
Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen beantworte ich gerne:
Wie ist der Baufortschritt in der Hansaallee 141? Wann wird mit einer Eröffnung gerechnet? Wie viele Wohneinheiten werden dort geschaffen?
Durch die Bauherrengemeinschaft mit dem Land, vertreten durch das Hessische Baumanagement, haben sich sehr langwierige Genehmigungsprozesse ergeben. Vor einem Monat wurde die Maßnahme nun endlich genehmigt, so dass wir jetzt mit den Planungsbeteiligten Bauantrag und Ausführung auf den Weg bringen können. Es ist jedoch nicht mit einem Baubeginn vor dem Spätsommer 2012 zu rechnen. Die Bauzeit schätzen wir auf min. 18 Monate, so dass erst im Sommer 2013 mit den zusätzlichen Plätzen zu rechnen ist.
Im ersten Bauabschnitt sind 200 Plätze vorgesehen, ein zweiter mit weiteren 200 Plätzen ist projektiert. Ob dieser direkt mit umgesetzt werden kann, ist derzeit in Prüfung.
Sind weitere Wohnheime des Studentenwerks Frankfurt zurzeit in Planung? Wenn ja: Wo und wie viele Wohneinheiten sollen geschaffen werden? Wann plant man die Eröffnung?
Die Liquidität des Studentenwerkes erlaubt es nicht, zahlreiche weitere Wohnheime zu realisieren. Es sind jedoch einige Projekte, z.B. in Offenbach und Rüsselsheim, in Planung. Um trotzdem weiteren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, gibt es diverse Gespräche mit Investoren, deren Ziel die Anmietung größerer Liegenschaften über einen längeren Zeitraum ist. So konnte in der vergangenen Woche ein Vertrag für ein Wohnheim mit ca. 155 Plätzen unterzeichnet werden, die nun im Gallus für uns hergestellt werden. Weitere Projekte in Frankfurt und Wiesbaden sind in der Verhandlung.
Kann das Studentenwerk kurzfristig Wohnraum schaffen, insbesondere da es in der Stadt Frankfurt leerstehende in staatlichen Besitz befindliche Häuser gibt?
Sicherlich lassen sich kurzfristig keine Gebäude herstellen. Da bedarf es leider einiger Jahre für Entwicklung und Bau. Die Um- oder Weiternutzung bestehender Liegenschaften scheint auf der Hand zu liegen, ist aber mit einigen Problemen behaftet. Da es sich bei kaum einem Gebäude vorher in den wenigsten Fällen um ein Wohnheim handelte, müssen solche Immobilien umgenutzt werden. Dies bedeutet aber hohe Investitionen, da Gebäude dann baurechtlich, energetisch und brandschutztechnisch ertüchtigt werden müssen. Dies muss zum einen finanzierbar sein und ist zum anderen nur bei einer langen Nutzungsdauer rentabel, also nicht als „Übergangslösung“ geeignet.
Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, haben wir dieses Jahr wieder mit recht großem Erfolg unsere Wohnraumkampagne gestartet. Per Aufruf über die Medien konnten über die www.wohnraum-gesucht.de bis heute immerhin rund 450 Wohnungs- und Zimmerangebote privater Anbieter zusätzlich generiert werden.
Nach welchen Prinzipien und Richtlinien geht das Studentenwerk Frankfurt bei der Schaffung von neuem studentischem Wohnraum vor?
Es wird versucht, über Land und Kommunen Zugriff auf Liegenschaften zu erhalten, sei es bebaute oder unbebaute, und diese über Erbbaurechte zu sichern. Dies ist für uns eine Grundvoraussetzung, um dann innerhalb der wirtschaftlichen Möglichkeiten Projekte zu entwickeln. Hierzu gibt es aber keine fixen Prinzipien oder Richtlinien, sondern wir führen permanent Gespräche auf allen Ebenen. Grundsatz unseres Handelns ist ein vernünftiges Wirtschaften mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wie die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen ist, insbesondere in der Frage, wo man günstige Liegenschaften für das Studentenwerk findet.
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ist mit seinen Mitarbeitern sehr engagiert und unterstützt unsere Aktivitäten. So werden wir beispielsweise bei Ressortumfragen berücksichtigt, die nun voraussichtlich auch zum Übergang der ehemaligen JVA in Offenbach an uns führen wird.
Bei der Stadt wurden jüngst Gespräche mit dem jetzigen und dem zukünftigen Planungsdezernenten, mit der Oberbürgermeisterin sowie der Geschäftsführung der ABG Holding geführt. Einen Etat über eine Million Euro für studentisches Wohnen mit der Aussicht auf eine Förderrichtlinie und die Überlegung, das vorhandene Wohnheim im Studierendenhaus zu erweitern, sehen wir als vielversprechenden Anfang einer weiteren Kooperation.
Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Bemühungen bei der Schaffung von Wohnraum unterstützen würden und stehen Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Konrad Zündorf
Geschäftsführer
MainSWerk
Studentenwerk Frankfurt am Main
Anstalt des öffentlichen Rechts
Bockenheimer Landstraße 133
Postanschrift
Postfach 90 04 60
60444 Frankfurt am Main”
V.i.S.d.P.
Sven Kluitman
Hängepartie beendet 05/11/2011
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Tarifvertrag für Beschäftigte des AStA verabschiedet
Frankfurt am Main.
Das Studierendenparlament der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat am Freitag, den 04. November 2011, einen Tarifvertrag für die Beschäftigten des AStA verabschiedet.
Sven Kluitman, Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Frankfurt am Main, begrüßte die Verabschiedung des Tarifvertrages. „Die Einführung eines Tarifvertrages gibt dem AStA und den Beschäftigten des AStA Rechtssicherheit. Der unhaltbare Zustand hat für beide Seiten ein gesichtswahrendes Ende gefunden. Weiterhin begrüße ich die Haltung der Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di, die mit ihren Forderungen stark nachgegeben haben, da sie um die finanziellen Möglichkeiten der Studierendenschaft Bescheid wissen.“
Der neu eingeführte Tarifvertrag richtet sich nach dem Tarifvertrag für öffentlich Beschäftigte des Landes Hessen und sieht eine automatische Anpassung vor.
„Seit 17 Jahren gab es für die Beschäftigten keine Erhöhung der Bezüge mehr“, erklärte Christian Knuppertz, Vertreter der Liberalen Hochschulgruppe im Studierendenparlament (StuPa). „Da die Mitarbeiter der Pforte und des Café Koz seit mehreren Jahren pflichtbewusst ihren Aufgaben nachkommen, war die Einführung dieses Tarifvertrages mehr als überfällig.“
V.i.S.d.P.
Sven Kluitman
Wohnraum: Offener Brief der Liberalen Hochschulgruppen an das Studentenwerk 03/11/2011
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Sehr geehrter Herr Zündorf,
aus gegebenem Anlass und der immer wiederkehrenden Debatte um Wohnraum für Studierende in Frankfurt richtet die Liberale Hochschulgruppe (LHG) Frankfurts diesen offenen Brief an Sie, Herrn Zündorf, als Geschäftsführer des Studentenwerkes Frankfurt.
Vor einer Woche wurden zwei leer stehende Gebäude in Bockenheim durch Studierende besetzt, um damit auf den schwierigen Wohnungsmarkt in Frankfurt, besonders für Studierende, hinzuweisen. Die Liberale Hochschulgruppe distanzierte sich umgehend von dieser Vorgehensweise, möchte sich aber im Sinne der Studierenden konstruktiv an der Debatte beteiligen.
Das Studentenwerk Frankfurt bietet zurzeit 1.850 Wohnheimplätze für die Studierenden der Goethe Universität (40.000 Studierende), der Fachhochschule Frankfurt (10.000 Studierende), der Hochschule RheinMain (10.000 Studierende), der Hochschulen für Musik und Darstellende Künste (900 Studierende), sowie der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Die aktuell angebotene Zahl an Wohnheimplätzen ist der Zahl der Studierenden nicht angemessen und wurde im Verlauf der letzten Jahre nur durch die Wohnheime in der Rat-Beil-Straße und dem Wohnheim Wiesenhüttenplatz erweitert, die zusammen nur 98 Wohneinheiten bieten.
Der Liberalen Hochschulgruppe ist bekannt, dass das Studentenwerk auf Unterstützung von Seiten der Politik angewiesen ist, um Liegenschaften unentgeltlich bzw. zu einem geringen Preis zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Die LHG Frankfurt würde gerne wissen:
1) Wie ist der Baufortschritt in der Hansaallee 141? Wann wird mit einer Eröffnung gerechnet? Wie viele Wohneinheiten werden dort geschaffen?
2) Sind weitere Wohnheime des Studentenwerks Frankfurt zurzeit in Planung? Wenn ja: Wo und wie viele Wohneinheiten sollen geschaffen werden? Wann plant man die Eröffnung?
3) Kann das Studentenwerk kurzfristig Wohnraum schaffen, insbesondere da es in der Stadt Frankfurt leerstehende in staatlichen Besitz befindliche Häuser gibt?
4) Nach welchen Prinzipien und Richtlinien geht das Studentenwerk Frankfurt bei der Schaffung von neuem studentischem Wohnraum vor?
5) Wie die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen ist, insbesondere in der Frage, wo man günstige Liegenschaften für das Studentenwerk findet.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich Zeit nehmen könnten, uns bald zu antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Sven Kluitman
Vorsitzender Liberale Hochschulgruppe Frankfurt